Impf-Update

Stand: Februar 2021 (Update: Mai 2021)

Die Lage ist ein wenig unübersichtlich. Auch wenn sich die meisten bereits entschieden haben, ob sie sich impfen lassen möchten oder nicht, warten Impfwillige meist ohne jegliche Information auf die Kontaktaufnahme. Es hatte bereits vor 6 Wochen geheißen, ich käme gleich dran- nun ja, man konnte aus den Medien entnehmen, dass es Lieferschwierigkeiten gibt. Außerdem kommt dazu, dass die ganze Welt diese Impfungen gerade anfordert und für die Produktion auch einige Rohstoffe gebraucht werden, die nicht schneller produziert werden können.

Jedenfalls gibt es ein offizielles Dashboard für Österreich, wo die Zahlen der geimpften Personen täglich eingetragen werden. Es tut sich was! Seht euch die Zahlen im Dashboard an.

Wer kommt wann dran?

Ein wenig Verwirrung gibt es, da Medien berichten, dass nächste Woche in Wien schon die Impfungen für Personal aus Bildungseinrichtungen starten sollen, während die meisten der Hochrisikogruppen noch nicht einmal dran waren. Ich vermute, das liegt an den unterschiedlichen Impfstoffen. Entsprechend der Empfehlung des nationalen Impfgremiums sollen alle Risikogruppen mit BioNTech-Pfizer oder Moderna geimpft werden. Manche Grunderkrankungen erlauben keinen Vectorimpfstoffgabe bzw. wird es eben nicht empfohlen (veraltete Ansicht Stand Mai, geimpft wird, was zur Verfügung steht).

Impfvormerkung in Bundesländern

In jedem Bundesland ist der Ablauf unterschiedlich, unter „Österreich impft“ findet man die Weiterleitung zum Vorgang im eigenen Bundesland (Hauptwohnsitz). Dennoch gibt es einen „nationalen Impfplan“ (unter: „Impfstrategie: Impfstrategie für Österreich). Je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes gibt es unterschiedliche Startpunkte der einzelnen Sub-gruppen in den Bundesländern. Im Dashboard weiter unten sieht man auch die absoluten Zahlen der geimpften Personen pro Bundesland, so wie das Verhältnis zur Bevölkerungszahl. Mit 5,6% ist da Kärnten derzeit Vorreiter, während in absoluten Zahlen Niederösterreich, gefolgt von Wien bisher am meisten geimpft hat.

Nicht in jedem Bundesland kann man bei der Vormerkung bereits eine Gruppenzugehörigkeit auswählen. In Wien beispielsweise wurde die Auswahl vor ca. 2 Wochen präzisiert – seht also regelmäßig auf der jeweiligen Vormeldeplattform nach! Man merkt, dass die Infrastruktur erst von Grund auf organisiert werden musste und Rückmeldungen eingearbeitet werden. In manchen Bundesländern bekommt man eine E-Mail Antwort nach der Vormerkung, in anderen nicht. (Nachfragen bei Unklarheiten!)

Hochrisikogruppen

Die Gruppenzugehörigkeit liest man am besten in der nationalen Priorisierungsliste nach (unter „Fachinformationen: Priorisierung des Nationalen Impfgremiums). Informationen zu verschiedenen Krankheiten unter Immunsuppression und zur Risikogruppeneinteilung findet ihr auch auf meinem Blog.

Derzeit sind 5% der impfbaren Bevölkerung geimpft. Seit 17. Februar werden diese Gruppen geimpft (Quelle):

  • MitarbeiterInnen in hochexponierten Bereichen (z.B. COVID-19-Labore)
  • Personen mit Behinderungen
  • Personen aus der Hochrisikogruppe
  • Allgemeine Bevölkerung über 80 Jahre

Parallel dazu werden diese Gruppen weiter geimpft (die schon früher gestartet haben): „Die COVID-19-Schutzimpfungen in Alten- und Pflegewohnhäusern, Spitälern, im niedergelassenen Bereich, bei den Rettungsdiensten und bei Pflegebedürftigen in Heimpflege werden planmäßig fortgesetzt.“ (Quelle)

Seht bitte den aktuellen Stand an, vielleicht ändern sich die E-Mail Adressen (unter dem Link ganz nach unten scrollen). Ich bekam in Wien keine Antwort und wurde dann über 1450 mit meiner Frage (welcher Impfstoff bei Immunsuppression) an die MA15 weitergeleitet.

Mir wurde unter 1450 mitgeteilt, dass auch innerhalb der Hochrisikogruppe nach Alter absteigend geimpft wird. Insofern kann es für jüngere Hochrisikogruppen noch dauern. Es gibt allerdings auch eine „Akutliste“, wenn beispielsweise ein Grund besteht früher geimpft werden zu müssen (z.B. dringende Operation). In solchen Fällen ist es sinnvoll dies bei 1450 anzugeben und zur lokalen Behörde weitergeleitet zu werden oder unter den oben genannten E-Mails Kontakt aufzunehmen. Nachfragen kostet nichts. 😉

Wer zudem spontan und flexibel verfügbar ist, kann die 1-2h Warteliste anklicken, man wird dann kontaktiert, wenn in der jeweiligen Sub-Gruppe ein Impfstoff übrig ist. Man verliert dabei nicht den Anspruch eine Impfung zu bekommen, wenn man dann doch nicht kann (das habe ich nachgefragt).

Mein persönliches Impf-Update

Meine erste Gabe mit BioNTech-Pfizer war kurz und schmerzlos. Erleichterung und Freude auf das „Leben danach“ sind eigentlich die größten „Nebenwirkungen“ bisher. Ich hatte einige Stunden nach der Impfung Kopfschmerzen und leicht fiebriges Gefühl, habe das aber „überschlafen“. Sonst fühle ich mich erschöpft und schlapp- bei jemandem wie mir kann das aber auch an der Grunderkrankung liegen, mein Körper kämpft ja gegen mehrere Dinge gleichzeitig. Achso ja und der Arm tut weh- das kann aber auch an meinem Workout am Tag davor liegen und ist nicht viel mehr als stärkerer Muskelkater. Ich schalte nun eben ein paar Tage einen Gang zurück. Ich hoffe jedenfalls, dass ich auch die 2. Gabe „schublos“ überstehe und wünsche allen, die sich impfen lassen möchten einen raschen Impftermin, bald haben wir das überstanden!!

Unendliche Erleichterung und Dankbarkeit.

Update Mai

Enge Kontaktpersonen (z.B. selber Haushalt) von Hochrisikogruppen können sich seit Anfang Mai in Wien bereits impfen lassen, aktualisiert eure Impfanmeldung oder Vormerkung immer wieder einmal, leider funktionierte das Anmeldesystem am Anfang noch nicht so gut.

Mitte März war mein zweiter Stich. Wie zu erwarten, war die Reaktion etwas stärker als bei der ersten Gabe. Wer aber weiß, welche Operationen etc. ich in den letzten Wochen über mich ergehen lassen musste, der wird verstehen, dass 3 Tage leicht fiebrig, bisserl Gliederschmerzen, therapierbar mit leichten Schmerzmitteln und die anschließenden Tage müde und schlapp (bei meinen Grunderkrankungen kein Wunder), für mich ein Zustand ist, der milde belächelt- echt nicht der Rede wert ist. Wir chronisch Kranken leben so an unseren besten Tagen. Liebe Leute, habts Angst vor Krebs, wenn ihr raucht, habts Angst vor Leberzirrose wenn ihr viel trinkt, oder vor Diabetes Typ2, wenn ihr nur Torten esst, aber habt keine Angst vor 2,3 Tagen Netflix… „also echt nicht!“.

Für diejenigen mit chronischen Krankheiten kann ich nur sagen: ich hatte keine bemerkbare Auswirkung auf meine Grunderkrankungen, außer, dass meine vielen, vielen Arzt:Ärztinnenbesuche nun wesentlich entspannter sind, was auch zum seelischen Wohl beiträgt! 🙂

Gut Impf‘ und schreibt mir gerne bei Fragen!

Hinweis: dies ist ein persönlicher Blog und ich teile meine eignen Erfahrungen sowie Recherchen. Ich stelle keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder medizinische Korrektheit. Außerdem kann ich mich irren oder falsche Informationen gefunden/erhalten haben. Auch werden Neuerungen von mir nicht täglich eingearbeitet. Ich versuche nach bestem Wissen und Gewissen Informationen zu teilen.

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